2001

Mit „Einer Göttin auf der Hebebühne“ gingen wir ins Jahr 2001 – unsere nun renovierte und komplett eingerichtete Werkstatthalle konnte mit Unterstützung durch den Bürgermeister eingeweiht werden. Die Hebebühne hatte neuesten TÜV, die Kompressoranlage lief und die gesamte Halle machte einen sauberen Eindruck. Dies inspirierte auch den Tagesspiegel zu seiner oben wiedergegebenen Reportagen-Überschrift.


Werkstatthallen-Einweihung

Unsere O-Tage-Präsenz nötigte im Frühjahr den Beteiligten erstaunliche „Schwimmfähigkeiten“ bei schlechtestem Wetter ab und sorgte für grippale Infekte aber auch für ein volles Nennungsbuch für die Mai-Ausfahrt.

Die Berlin-Brandenburg Tour führte von Berlin-Haselhorst durchs Havelland nach Brandenburg und unterstrich so unseren Vereinsnamen. 92 Oldtimer sorgten für ein ziemliches Gedrängel an den eingerichteten Kontrollpunkten und zauberten vielerorts ein wissendes Lächeln auf die Zuschauergesichter: “ So einen hatte ich auch mal!“. 12 Sponsoren waren, wie wir, höchst zufrieden über 16 Pressenotizen in den verschiedensten Zeitungen. Das war dann auch irgendwie rekordverdächtig.


Berlin-Brandenburg-Tour

Beim Wildauer Feuerwehrfest waren wir dann genauso aktiv, wie beim Jazzfestival in Köpenick. Ausgesuchte Cabriolets und die Zeuthener Feuerwehr aus dem Jahre 1928 führten die Streetparade an. Martinas Organisationstalent sei Dank.

Karsten setzte dann noch eins drauf: Seine Borgward-Sonderschau anlässlich des Pressestammtisch im August war ein echtes Highlight. Und was er mit Hilfe seiner Borgwardfreunde auf dem „Alten Gaswerk“ ausstellte, war kaum zu überbieten. Das Interesse der Presse auch nicht – keiner kam, um die Sonderschau zu betrachten, toll KW!


Karstens Borgward-Sonderschau

Die dritte Oldtimer-Garagen Präsenz auf dem Ragower Dorffest war wieder Mitgliedersache und erfolgreich zugleich. Auch hier fanden wir Interessenten für unsere Herbstausfahrt, die 120 km durch das Baruther Urstromtal führen sollte.


Ragower-Dorffest Präsentation

Vom „Alten Gaswerk“ aus, ging es im September bei strahlenstem Sonnenschein, auf einen Rundkurs nach Brandt zum Cargolifter, zum Teltow-Fläming-Ring und zurück zur Musterhaus-Ausstellung nach KW. Ausgehend von ca. 70 Teilnehmern mussten wir dann überraschend 110 Oldtimer auf unserem, durch unangekündigte Baumaßnahmen, eingeschränktem Gelände unterbringen – wieder ein Rekord. In Erinnerung vieler blieb diese Herbstausfahrt als „Fressmeile“: Vom selbstbereitetem Frühstück zum Mittagsimbiss in Brandt über den „Kaffeeklatsch“ am Teltow-Fläming-Ring zum Abschlussbüffet nach KW. Satt wurde an diesem Tage aber wirklich jeder. Auch unser Kassenwart, der gleich drei Aufnahmeanträge anlässlich dieser Tour entgegennehmen konnte.


Kaffeklatsch am Teltow-Fläming-Ring

Neu dann auch in diesem Jahr unsere Winter-Stammtisch-Lokalitäten: In Berlin schnupperten wir alte „Tempelhofer Flughafen-Atmosphäre“ und in Königs Wusterhausen zog man in den Turm auf den Funkerberg. Mit durchschnittlich 20 Besuchern pro Stammtisch konnten wir hoch zufrieden sein; auch mit der Mitgliederentwicklung, die sich auf deren 54 erhöhte.

2000

Erfreulich unser Start in das Jahr 2000 – ein Fernsehteam des ORB-Heimatjournal bat um einen Drehtermin. Da ließen wir uns nicht lange bitten obwohl mitten im Januar nicht unbedingt unsere Saison beginnt. So war es dann auch für alle Beteiligten „saukalt“ im Schnee, beim Sechs-Stunden-Dreh. Ein dreieinhalb Minuten langer Bericht benötigt nun mal viele Meter Filmmaterial. Der Ka We Kurier nahm dies zum Anlass und berichtet in aller Ausführlichkeit über unser Bemühen, den Gasometer retten zu wollen.


ORB-Heimatjournal bei der Arbeit

Die zweite Runde dazu läuteten wir mit unserem Pressestammtisch im April in Zeuthen ein. 855 Oldtimerjahre schufen einen beeindruckenden Rahmen für die Präsentation unserer Sponsoren zur Frühjahrsausfahrt. „Gas geben für den Gasometer“ ein Pressemotto, das unsere Anstrengungen in diesem Jahr kennzeichnete.


Pressestammtisch in Zeuthen

Mit dem Ka We Kurier, als Sponsor im Rücken, wurde die 2. Altkreisrundfahrt zum vollen Erfolg, vor allen Dingen in Bezug auf den Zuschauerzuspruch. Rainer Große hatte unseren Streckenverlauf im Vorfeld der Berichterstattung skizziert. Vom Start in Bestensee zum Etappenziel Storkower Knospenfest und zurück nach KW – überall wurden wir am Straßenrand von einer begeisterten Bevölkerung begleitet. Teilweise wurde kurzerhand die dörfliche Kaffeetafel an den Straßenrand verlegt, um alle 85 Oldtimer gut im Blick zu haben. Nur die KWer selbst machten wieder mal eine unrühmliche Ausnahme.


2. Altkreisrundfahrt in Storkow

Das brachte uns aber nicht vom gesteckten Ziel ab. Eine Sturmböe bescherte uns eine Gasometerzinne, die unser Klaus zur Sparbüchse werden ließ und die wir nochmals zu einem Spendenaufruf auf unser „Gasometerkonto“ nutzten. Schon auf den O-Tagen im Mai zierte sie unseren Vereinsstand. Fast zeitgleich durften wir einen minimalen Erfolg verzeichnen und mit einer 2-jährigen Vertragsverlängerung seitens der Stadt, unsere Mitglieder überraschen.

Am 3. September hieß dann auch unsere Herbstausfahrt „Gasometertour 2000“. Die Musterhaus-Ausstellung in KW war erstmals Sponsor mit Start- und Zielankunft. Die geschicktesten, schlauesten und schönsten konnten bei dieser Veranstaltung, als Sieger vom Platz gehen. Dieser war dann erstmals auch in unserer Vereinsgeschichte recht durchnässt. Das tat der überaus guten Stimmung unter den 52 Oldtimerteams aber überhaupt keinen Abbruch.


Gasometer-Tour im Regen

Erste „kommerzielle“ Erfolge erzielten wir auch: Unser Verein und seine Oldtimer wurde als „Eyecatcher“ zur Bahnhofseröffnung der Stadt Hennigsdorf verpflichtet. So konnte unser „Schätzchen“ mal etwas an die Mitglieder in bar zurückgeben.

Die waren in diesem Jahr ohnehin noch gefordert – die aaa 2000 lud uns, durch den Veranstalter O-Tage-Sandler ein, die Halle 6.1 mit Leben zu füllen. Schon die Vorgespräche mit allen beteiligten Vereinen machten klar, dass sich niemand bereit erklärte, die Mitte der Halle als Präsentationsfläche haben zu wollen. Kurz entschlossen, mit Andreas und Karstens Zuspruch im Rücken, machten wir uns diesen Umstand zu Nutze. Mäuschen spendierte seine Tankstellenobjekte, mit Andreas Hilfe und Karstens Ideen bauten wir einen fetten Turm mitten rein und hatten so noch einen spitzenmäßigen Lagerraum. Den „Hingucker“ in der Halle umsäumten dank der Mitglieder 10 wunderschöne Oldtimer, deren Gesamtalter die Lösung eines Besucherwettbewerbs ergab. Unsere Bildexponate, die Fahrräder und Mopeds machten die ganze Sache rund, wobei wir staunten, wie interessant doch unser Fahrradständer war. Der 8-tägige Einsatz unserer Mitglieder war dann auch vorbildlich.


AAA in den Messehallen

Aber nicht nur nach außen hin „glänzten“ wir in diesem Jahr. Stolz waren wir auch auf das bisher Erreichte am „Alten Gaswerk“. Alle Garagen waren mit Toren versehen worden und die künftige Werkstatthalle fast komplett eingerichtet. Auch die elektrische Anlage war auf Vordermann gebracht worden und das gesamte Gelände sah nun ziemlich aufgeräumt aus. Die Mitgliederzahl stieg auf fünfundvierzig.

1999

1999 wurde ein Jahr der Öffentlichkeitsarbeit unseres Vereins. Verstärkt durch Rolf-Stephan als 3. Vorsitzender, ließ uns ein Bebauungsplan des KWer-Baustadtrats aufhorchen. Bereits im März nahmen wir mit kleiner Präsentation am Frühjahrsauftakt des Sender KW e.V. auf dem Funkerberg teil. Kurz danach standen wir in Treptow auf der OLDTEMA mit unserem ersten Vereinsmessestand – unserer damaligen 2. Vorsitzenden, Andreas Patzold, machte dies möglich.


OLDTEMA in Treptow

Am 2. Mai dann unsere Oldtimertour „Kirchen, Kalk & Königs Wusterhausen“. Einer Idee unseres damaligen „Hof-Fotografen“ Rainer Große folgend, ging es mit 68 Oldtimern im Rundkurs durch das Berliner Urstromtal. Dabei hatte der 1. Werbeanhänger der Oldtimer-Garage genauso seine Premiere, wie der erstmals ausgerichtete „Publikumspreis zum schönsten Oldtimer“ der Veranstaltung. 50 gesammelte Preise der KWer Geschäftsleute wurden, auch mit Hilfe des Bürgermeisters, unter das abstimmende Volk gebracht. Interessant für uns die Text-/Bildwiedergabe über diese Frühjahrsausfahrt in der Oldtimer-Markt.


Kirchen, Kalk & Königs Wusterhausen

Es folgte unsere Vereinspräsentation auf den Oldtimer-Tagen Berlin-Brandenburg, wo wir erstmals mit unseren Stellwänden in Garagentor-Optik glänzen konnten. Im KWer Fontane-Center gab es rückblickend eine Foto-Schau der „3 x K-Tour“, mit dem Citroen Coupe als Highlight und in Wildau das „Kleine Fest der AWU“, auch mit unserer Präsenz.


Oldtimer-Tage am Nahmitzer Damm

Im Juli boten wir „Einblicke in die Oldtimer-Modell-Palette der Oldtimer-Garage“: Eine Foto-Ausstellung im Cafe´& Galerie „Der Turm“ auf dem Funkerberg wurde von uns gestaltet. Die aufwendig gestaltete Einladung hierzu bescherte uns immerhin 40 Gäste zur Vernissage und sehr ausführliche Presseberichte. Das Gästebuch wies nach gut vier Wochen interessante Eintragungen auf.


1. Werbeanhänger

Im September dann unser Oldtimer-Sonntag im KönigsPark vor den Toren KWs mit über 100 zu bestaunenden Oldtimer. Allerdings ohne die befreundeten Vereine PeReCi und Käfer-Freunde und deren optimale Unterstützung, wäre dies sicherlich nicht zu bewältigen gewesen. Ein Tag voller Oldtimerbewegungen an einem Ort – auch für uns etwas völlig Neues, doch für Sponsoren durchaus interessant. Anscheinend aber nicht für die KWer selbst, die einmal mehr ihre Interesselosigkeit unter Beweis stellten. Neben sieben Clubpräsentationen gab es für die gemeldeten 64 Oldtimerteams Gleichmäßigkeits-, Geschicklichkeits- und Geländeprüfungen zu absolvieren. Eine touristische Suchfahrt durch KW rundete die Aufgabenstellung ab. Jeder einzelne Wettbewerb war mit Preisen dekoriert, dazu kamen ein Gesamtsieger und ein „Schönheitswettbewerb“. Trotz aller Schwierigkeiten ergab die Teilnehmerbefragung durchaus Positives, aber deutlich sichtbar wurde im Nachhinein das damals Machbare für unsere Oldtimer-Garage. Und ich erinnere mich noch gut an die Tränen im Auge unseres Kassenwartes bei der Abrechnung.


Oldtimer-Sonntag im Königspark

Die Oldtimer-Tage in Tegel, die Wiederholung unserer Foto-Ausstellung in der Geburtsstätte unseres Vereins im Oktober und das Erscheinen der ersten Multimedia CD des Vereins schlossen das Jahr 1999 ab. Zum Erfolg trugen auch die 30 Sponsoren des Jahres bei und der Einzug des Vereins ins Internet. Ach ja – das 34. Mitglied begrüßten wir auch.

1998-1997

Auf den Oldtimer-Tagen im Juni 1997 gingen wir mit unserem Pachtgelände dann an die Öffentlichkeit. Dabei lernten wir einen Oldtimer-infizierten kennen, der mit uns zusammen bereits drei Monate später eine erste Ausfahrt von Berlin-Wannsee nach Königs Wusterhausen organisierte.


Wannsee-KW im Herbst 1997

Am 28. September des Jahres bescherte uns dies, bei damals schon strahlendem Himmel, die ersten 45 Oldtimer auf dem „Alten Gaswerk“, darunter illustere Gäste wie Frau Heide Hetzer auf Corvette. KW’s damaliger Bürgermeister Jochen Wagner gab uns die Ehre zur Begrüßung, unsere Mitglieder organisierten einen Sektempfang und sechs Presseveröffentlichungen brachten die Oldtimer-Garage Berlin-Brandenburg erstmals ordentlich ins Gerede.

Im November begann dann auch die Zeitrechnung unserer monatlichen Stammtische, die sich bis heute, durch regen Besuch und ihrem Informationsgehalt, auszeichnen. Nach und nach richteten wir uns das Gaswerksgelände ein. Je nach Bedarf wurden in unzähligen Arbeitseinsätzen die Räumlichkeiten für unsere Zwecke nutzbar gemacht. Unsere Mitgliederzahl stieg bis zum Ende des Jahres 97 auf deren zwölf und ließ uns optimistisch den Jahreswechsel begehen.

1998 begann für uns die Saison mit dem Besuch des Adler-Motor-Veteranen-Clubs aus Anlass ihres „Motorenanlassens“. Unsere Gastfreundschaft wurde dann indirekt mit einem feinen Artikel im Tagesspiegel über unsere Vereinsidee belohnt und war ein gelungener Auftakt für ein ereignisreiches Jahr.


Motorenanlassen der Adler-Freunde

Unsere 1. Altkreis-Rundfahrt startete am 13. Juni 1998 anlässlich des 4. Scheederstraßenfestes in Königs Wusterhausen. 27 Oldtimerteams begaben sich auf einen gut 80 km langen Rundkurs vom „Alten Gaswerk“ aus. Unterstützt durch die ersten sechs Sponsoren der Vereinsgeschichte entstanden somit auch die ersten Tourunterlagen bis hin zum ersten Bordbuch unserer Oldtimerausfahrten – damals noch „Bordbüchlein“ genannt.


1. Altkreisrundfahrt 1998

Von Vereinspräsentationen unterbrochen begannen dann auch schon die Vorbereitungen zur „Museumstour Herbst 98“. Mit Urkunden belohnen konnten wir 56 Oldtimerteams, die an dieser, von der IG der Käferfreunde unterstützten Veranstaltung, teilnahmen. Die Begeisterung der Teilnehmer ließ uns kurzfristig unser 1. Oldie-Weekend 98 im Oktober ins Leben rufen.


Museumstour 1998 – Gatower Luftwaffenmuseum

Wiederum in Kooperation mit den Käfer-Freunden Berlin war das „Vereinsfest für Jedermann“ zwar intern sehr schön aber leider ohne den erhofften Besucherzuspruch, seitens der Bevölkerung in Königs Wusterhausen. Ein KWer Phänomen, das wir von da ab, leider noch öfters erleben mussten.


Oldie Weekend 1998 Königs Wusterhausen

Das dritte Jahr nach unserer Gründung beschloss ein kurzfristig ermöglichter Auftritt der Oldtimer-Garage Berlin-Brandenburg e.V. auf der AAA Ende Oktober in den Messehallen am Funkturm. Der Borgward-IG mit Karsten Antelmann war Danke zu sagen. Auch durch ihn verdoppelten wir in diesem Jahr unsere Mitgliederzahl auf vierundzwanzig und krönten das Jahr mit unserem erstmals erschienendem Jahrbuch, das betitelt war mit: „Presse/Information 1998“.

1996-1995

Berlin-Haselhorst, 13. Dezember 1995 – an diesem Abend wurde die Oldtimer-Garage Berlin-Brandenburg gegründet. Neun Oldtimer-Begeisterte hoben diesen Verein aus der Taufe, entworfen eine gemeinnützige Satzung und strebten ein eigenes Gelände für die Umsetzung Ihrer Ideen an.

Dies war am Anfang auch recht einfach, da einer der Gründer bereits eine Garage auf einer ehemaligen Schweinemastanlage im ostbrandenburgischen Hirschfelde gemietet hatte. Die Gemeinde stand der Entwicklung des Areals zu einem „Zentrum der Oldtimerei“ anfänglich positiv gegenüber und machte uns Mut. Zwar dauerte die Eintragung in das Vereinsregister bis in den April hinein aber wir nutzten die Zeit und sammelten mehrere Tausend DM für die ersten, notwendigen baulichen Maßnahmen.

Im Mai 1996 präsentierten wir die Grundgedanken des Vereins die Oldtimer-Garage anlässlich der Oldtimer-Börse auf dem alten IKEA-Parkplatz in Spandau. Mitten hinein in unseren ersten PR-Auftritt erreichte uns völlig überraschend eine Absage aus Hirschfelde. Eine geplante Steinschredderanlage versprach anscheinend mehr Profit für den Gemeindehaushalt als unser Vorhaben.

Nun standen wir da – hatten einen Verein, mit einer guten Idee aber kein Gelände um diese umzusetzen.

Eine unendliche Suche begann. Wir besichtigten Flugzeughallen in Rathenow, Zuckerfabriken in Wriezen, NVA-Gelände mitten in der Wildnis und Stadtgüter in Siethen – vielerorts wurden unsere Bewerbungen als höchst interessant empfunden. Zurück im Verein, ausgestattet mit Geländedetails und Fotos gingen die monatlichen Diskussionen der mittlerweile 15 Mitglieder fast immer gleich aus – zu weit entfernt, zu teuer! Anfang 1997 erging der Beschluss nur noch im Umkreis von 30 km um Berlin herum zu suchen und die letzten der ca. 80 Bewerbungen an Brandenburger Gemeinden gingen in den Versand.

Und dann wurden wir im April 1997 von der Stadt Königs-Wusterhausen zur Besichtigung eines alten Gaswerkes gebeten. Das geeignete Gelände lag mitten in der Stadt und der kleine aber wunderschön gestaltete Gasometer beeindruckte sofort.

Und noch etwas machte Eindruck auf uns – auf dem Weg zurück nach Berlin passierten wir das Ortsendeschild mit dem Hinweis „30 km bis nach Berlin“! Was lag näher, als diese bisher beste Chance beim Schopf zu packen?

Da die Vereinskasse nur mit anteiligen Betriebskosten belastet wurde, schluckte man die Kürze des Mietvertrages – man dachte nur daran, endlich mit der Umsetzung der eigentlichen Vereinsidee beginnen zu können. Schade nur, dass man auf der MV im Juni feststellen musste, dass die Vereinsidee für einige Mitglieder hinter den eigenen Interessen kaum noch sichtbar war. Der Antrag zur Vereinsauflösung wurde nur dadurch vom damaligen 2. Vorsitzenden vermieden, dass man diejenigen mit „Abfindung“ ziehen ließ, die sich nicht dem Vereinswohl verpflichtet fühlten.

Nach diesem Schreck in der Abendstunde konnten wir den Mietvertrag mit der Stadt im Sommer 1997 unterzeichnen und begannen zu Siebent enthusiastisch unser Objekt „Altes Gaswerk“ mit Leben zu füllen.